Archiv des Autors: Marek Firlej

Über Marek Firlej

Dicht & Dichter; weiß, was ein Journal ist; sieht zu, dass er Wissen schafft

Goosen goes Treibgut

Das KulturCafé platzte aus allen Nähten, als Ruhrpott-Star Frank Goosen 2004 erstmals die Treibgut-Bühne enterte. Der auch als Autor erfolgreiche Satiriker trat seinerzeit nach dem verfilmten Debut Liegen lernen (2001) mit seinem zweiten Roman Pokorny lacht (2003) auf den Plan, wo er die vermeintliche Unvereinbarkeit von Uni-Politik und einem ironisch gebrochenen Künstler-Dasein aufs Korn nimmt: Mit der Parodie einer Wahlauszählung zum Studierendenparlament erschütterte Goosen das Zwerchfell des Publikums…

Zuletzt hat sich Frank Goosen, der inzwischen dem Vereinsvorstand des VfL Bochum angehört, verstärkt dem Fußball verschrieben: „Fußball, das ist reales Leben hoch vier, da zählt nur die Wahrheit“, heißt es im aktuellen Blog-Text auf www.frankgoosen.de unter dem Titel „Wo spielte Ché?“ Seine „Geschichten von hier“ spiegeln – wie sein Blog – oft realsatirisch die Tücken des Ruhrpott-Alltags:

Im wirklichen Leben habe ich offenbar eine leicht hysterische Ader, die meine Umwelt glauben lässt, ich rede nur Blödsinn. Dass ich vor fast dreißig Jahren mal einen Ford Taunus hatte, bei dem ich den Schaltknüppel während der Fahrt abnehmen konnte, so dass man an der Antriebswelle vorbei auf den unter dem Wagen wegrollenden Asphalt blicken konnte, sorgt auf der Bühne zuverlässig für Lacher; im realen Leben heißt es: ‘Ach komm, hör auf!‘

Gerade das macht ihn aus, den Satiriker-Fels in der Ruhr-Brandung, der am 4. November das Treibgut-Team verstärken wird. Von den Uni-Literaten werden Ruhrpiranha Uli Schröder, Philipp Dorok (Moderation), Felicitas Friedrich, Caroline Königs und Antonia Stoodt dabei sein.

Wegen des erwartbaren Ansturms auf die zum KulturCafé-Spezialpreis von drei Euro erschwinglichen Karten läuft derzeit ein Vorverkauf im AStA-KulturCafé sowie beim AKAFÖ-Kulturbüro Boskop (Sumperkamp 9 – 15).

Anpfiff: Mittwoch, 4. November, 20:00 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr)
Spiellokal: KulturCafé, Ruhr-Uni Bochum, Universitätsstraße 150 (hinterm Musischen Zentrum)
Eintritt: 3 Euro

Neuer Text online: Felis „Diese Liebe …“

Ich hab’ sie gefühlt, diese Liebe, von der immer alle sprechen.

Sie hat mich grob ins Gesicht gepeitscht in der Gestalt von Hagelkörnern in einem fiesen Herbstorkan.

Doch bald darauf hat sie mich schon wieder gestreichelt, sanft, mit rauen, aber wohlwollenden Händen,

sie hat mich umschmeichelt gleich einer weichen Daunendecke, hat mich auf ein Bett aus Geborgenheit gelegt, in Arme, die mir bestätigen, dass alles gut wird.

Ich hab’ sie gefühlt, diese Liebe, von der immer alle sprechen, denn sie hat mich wachgeküsst.

Weiterlesen