Lesebühne Schriftbruch

Flyer A5 Schriftbruch 3Schriftbruch im Neuland

Dienstag, 28. April 2015 um 19.30 Uhr im Neuland (Rottstr. 15, Bochum)

Die Initiative Treibgut – Literatur von der Ruhr setzt ihre literarische Odyssee fort. Unsere neue Lesereihe „Schriftbruch“ feierte im November einen gelungenen Auftakt im Neuland, wobei wir auf einer gleichnamigen Insel angespült worden waren. Dabei half das Publikum uns gestrandeten Autorinnen und Autoren, die weißen Flecken auf unserer Seekarte zu füllen und so die jeweils nächsten Reiseziele zu bestimmen. Nach dem Auftakt auf Neuland und der Reise auf die Insel Kurwa haben wir uns für das dritte Kapitel gleich eine ganze Inselgruppe ausgesucht, die vom Publikum auf den Namen Hängt-Doppelt getauft wurde. Was Treibgut dort wohl erwartet?

Schriftbruch-Archipel Post Kurwa

Wie auf früheren Lesungen werden wir ein Potpourri unterschiedlichster Texte vortragen. Doch wollen wir dabei nicht nur solo, sondern auch als Gruppe, als Mannschaft auftreten. Um die individuellen Vorträge herum gestalten wir gemeinsam eine Rahmen­handlung, die von unseren Erlebnissen als Schriftbrüchige erzählt. Auf spielerische Weise wird dabei auch das Publikum eingebunden. Im Neuland schreiben wir nun das nächste Kapitel unserer epischen Irrfahrt als gestrandete Literaturschaffende…

So setzt sich die Geschichte von „Schriftbruch“ von Lesung zu Lesung fort.

Wir sind gespannt. Seid dabei!

Was?            Treibgut-Lesebühne „Schriftbruch“

Wann?          Dienstag, 28. April 2015 ab 19.30 Uhr

Wo?              Neuland, Rottstr. 15, 44793 Bochum

Wieviel?       Eintritt frei

Previously on „Schriftbruch“

plakat_flyerKapitel 2: Kurwa

In der zweiten Folge von „Schriftbruch“ – am 27. Januar 2015 – fuhren die Schriftbrüchigen, wie es ihnen die Bewohner Neulands empfohlen hatten zu einer Insel namens Kurwa. Dort angekommen, sahen sich die Schriftbrüchigen einem chauvinistischen Inselkönig gegenüber. Der sogenannte Kurfürst von Kurwa, gespielt – ach was, verkörpert – von Gast Łukasz Łaski, wollte die Neuankömmlinge am liebsten zurück ins Meer treiben. Um das zu verhindern, versuchten die gestrandeten Autorinnen und Autoren, den axtschwingenden Despoten mit Texten zu unterhalten und sich bei ihm als literarische Hofnarren zu bewerben, jedoch nur mit mäßigem Erfolg.

Als dann die umtriebige Tochter des Kurfürsten zurückkehrte und ihr gleich von mehreren der Neulinge der Hof gemacht wurde, sah der Kurfürst keine andere Wahl, als seinen Sprössling per Herzblatt mit einem waschechten Kurwa-Bewohner aus dem Publikum zu verkuppeln. Als Ziel der Hochzeitsreise, zu der sich die Schriftbrüchigen gleich mit einluden, wurde eine noch jungfräuliche Inselgruppe auserkoren, die erst kürzlich aus dem Ozean emporgestiegen war: Hängt-Doppelt.

Was auf diesen Inseln doppelt hängt – Kokosnüsse, Digital-Bilderrahmen, schiefe Haussegen – all das erfahren wir in der dritten Folge von „Schriftbruch“.


 

Kapitel 1: Neuland

Im ersten Kapitel von „Schriftbruch“ – am 18. November 2014 – hatten sich sieben der neun Schreibenden aufs Floß gerettet. Felicitas Friedrich, Katharina Mraz, Marek Firlej, Ulrich Schröder, Tim Szlafmyca und Philipp Dorok waren an den Ufern von Neuland gestrandet, wo sie auf den schon länger dort festsitzenden Johannes Opfermann stießen. Während dieser vergeblich versuchte, sich als erfahrenster Pirat zum Kapitän der Schriftbrüchigen aufzuschwingen, verarbeiteten die Neuankömmlinge das Trauma ihrer Strandung auf ihre Weise. Einer Selbsthilfegruppe nicht unähnlich saßen sie im Halbkreis und erzählten sich Geschichten aus ihrem Leben, mal heiter, mal traurig, mitunter verstörend. Andere versuBild Lesebühne Schriftbruch 18.11.2014chten, sich mit Origami zu therapieren, schienen jedoch nur die Form des Papierschiffchens zu beherrschen. Ein Disput zwischen Faltkunstfreunden und Banausen währte jedoch nur kurz. Dringendere Fragen beschäftigten die Gestrandeten: Wie sollten sie sich in diesem unbekannten Archipel zurechtfinden? Wie könnten sie ihre verschollenen Freunde je wiederzufinden?

Doch die Ureinwohner von Neuland, die sich selbst als Publikum bezeichneten, wussten Rat. Sie konnten auf einer spärlich beschrifteten Seekarte mehrere Inselnamen eintragen und den Schriftbrüchigen die Navigation erleichtern. Mit einem Bullshit-Bingo verwandten Spiel wurde außerdem aus dem Kreise des Publikums ein Steuermann-Praktikant gecastet, welcher den Kurs für die nächste Reise vorgab: Die Insel Kurwa.


Einen ausführlichen Bericht der ersten „Schriftbruch“-Ausgabe findet Ihr auch in den Pressestimmen.

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