Offene Bühne mit Theresa Hahl und Treibgut

Dienstag, 12. Mai 2015, 20 Uhr, KulturCafé

Theresa Hahl auf der Treibgut-Bühne.

Theresa Hahl auf der Treibgut-Bühne.

Nach einjähriger Abwesenheit kehrte Treibgut wieder in die alte Heimat zurück, auf die Bühne des KulturCafés an der Ruhr-Uni Bochum. Auch eine offene Bühne hatten wir seit unserem letzten Gastspiel dort nicht mehr veranstaltet, so war es ein doppeltes Revival. Für den 12. Mai konnten wir die Bochumer Slam-Poetin Theresa Hahl als prominenten Gast begrüßen. Die gebürtige Heidelbergerin, die seit 2009 in der Spoken-Word-Szene aktiv ist, war in den letzten Jahren mehrfach bei regionalen und überregionalen Slam-Meisterschaften erfolgreich und ist unter anderem Trägerin des Weidener Literaturpreises.

Obwohl die Lesung nur in einem familiären kleineren Kreis stattfand, gestalteten Theresa und wir gemeinsam mit den anderen Gästen auf der offenen Bühne ein schönes literarisches Programm.

Theresa Hahl zeigte in ihren über den gesamten Abend verteilten kurzen Sets ihr breit gefächertes Repertoire, trug nachdenkliche und gefühlvolle Texte vor, die besonders durch ihre ganz eigenen sprachlichen Bilder die ZuschauerInnen in den Bann zogen. Und Theresa sorgte auch für eine kurze Schockstarre mit einer Gesangseinlage, in der sie den johlenden-gröhlenden Räubergesang aus Ronja Räubertochter zitiert. Meist ging es jedoch etwas ruhiger zu. Theresa Hahl suchte den direkten Kontakt zum Publikum, dass die Texte und Textfragmente aus einem Kästchen aussuchen und so den Kurs der Lesung zufällig mitbestimmen konnten.

Die Sets von Theresa und die Auftritte der Treibgut-Vertreter Johannes Opfermann und Marek Firlej rahmten die Vorträge der Offenen-Bühne-Gäste ein, der eine mit Gitarrenakkorden, der andere mit reiner Stimmgewalt. Marek sorgte dabei mit Tim Kollande noch als Moderationsduo für humorvolle Überleitungen.

Auf der Offenen Bühne boten die Gäste ein sehr abwechslungsreiches Programm. So las unter anderem Ina Lammers einen romantischen Text aus der von ihr herausgegebenen und schön gestalteten Anthologie „Verknallt sind die Vögeln“, während der Musiker Little Dead Boy Stücke aus seinem gleichnamigen Rockmusical-Projekt vortrug. Julian Brock, nicht zum ersten Mal auf der Treibgut-Bühne zu Gast, fesselte die ZuhörerInnen mit einem abenteuerlichen Reisebericht, und Katharina Stefanski debütierte mit eine Zugbegegnung der gruseligen Art.

Die Auftritte von Judith Leja und den beiden jüngsten Gästen, Leonid Safir und Monika Czyz, beeindruckten das Publikum, wobei vor allem Moni bewies, warum sie kurz zuvor die U20 Poetry-Slam-Meisterschaft, den NRW-Ruhrpokal, gewonnen hatte.


Mehr zu Theresa Hahl findet ihr übrigens auf ihrer Webseite.
Theresas Auftritt im KulturCafé wurde unterstützt über das Werkproben-Stipendium des NRW Kultursekretariats in Wuppertal .

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Einen weiteren Bericht zu der Veranstaltung gab es im Trailer nachzulesen.

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